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2021-08-27

Blower Door Test und Bodenbeläge

Am 25.8. war das erste Treffen mit dem Bauleiter nach der Sommerpause. Das erwartete Donnerwetter wegen der verschobenen Bodenbelagsarbeiten ist ausgeblieben. Die Schäden im Estrich werden besprochen, sind aber wohl nicht so schlimm, da vor dem Bodenbelag noch eine Glättungsschicht aufgebracht wird.



An diesem Tag werden auch die Fenstergriffe montiert und der Blower Door Test durchgeführt.

Der Blower Door Test prüft die Dichtigkeit des Hauses. Dazu werden zunächst alle Öffnungen verklebt, die normalerweise geschlossen sind (in dieser Phase sind das noch einige Leerrohre rund um die MSHE sowie die Filteröffnungen der Belüftungsanlage) und alle Fenster geschlossen. In die Haustüröffnung wird ein Ventilator eingeklebt.

Dann wird gemessen, mit welcher Drehzahl der Ventilator laufen muss, um innen einen konstanten Druck zu halten. Es gibt eine Messreihe mit Überdruck und eine mit Unterdruck. Wenn es Undichtigkeiten im Haus gibt, durch die Luft entweicht, muss der Ventilator mehr arbeiten, um den konstanten Druck zu halten. Ein bestandener Blower Door Test ist Voraussetzung für die Gewährung des KfW-Zuschusses. Bei uns sah es wohl gut aus...

Am 26. und 27.8. sollte der Designboden verlegt werden. Da wir schon die ganze Woche vor Ort waren und auch mal wieder im (Noch-)Zuhause übernachten wollten, haben wir beschlossen, bei diesem Ereignis nicht dabei zu sein. Am Vorabend haben wir noch den gröbsten Dreck beseitigt und vor allem den Boden freigeräumt. Insbesondere im HTR musste Einiges auf die Fensterbank geräumt werden.

Dann haben wir überraschend am ersten Tag der Arbeiten einen Anruf erhalten, weil den Arbeitern die Verlegerichtung nicht klar war. In der Tat ist darüber nie gesprochen worden...also mussten wir kurzerhand nochmal hin und die Varianten wurden für uns ausgelegt.

Die Entscheidung war schnell getroffen und so konnten wir noch ein paar der Arbeitsschritte dokumentieren. Designboden kann entweder schwimmend verlegt oder verklebt werden. Bei Fußbodenheizung kommt nur verkleben in Frage. Tag 1 der Bodenbelagsarbeiten besteht aus der Vorbereitung des Bodens: Estrich abschleifen und begradigen (durch die Trocknungsphase hat er sich zusammengezogen und steht an den Rändern und Ecken etwas höher), Dehnungsfugen mit einem Gitterband überkleben,

Anrühren und Verteilen der Ausgleichsmasse.



Die Ausgleichsmasse ist recht dünnflüssig und kriecht in alle Ritzen und verschließt diese.

Den Rest des Tages muss diese Ausgleichsmasse nun trocknen, bevor an Tag 2 der Boden verklebt wird.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen:


Das sieht dann gleich viel wohnlicher aus...
Der Boden ist übrigens Project Floors PW 3870/55. Er gehört nicht zum Standard-Bemusterungsprogramm bei Viebrockhaus, aber Viebrockhaus und Project Floors haben eine Kooperation und man kann sich jeden Boden von Project Floors legen lassen. Die 55 bezeichnet die Dicke des Bodens. Hier haben wir nicht gespart, um ausreichend Trittschalldämmung zu haben.








2021-06-17

Trockenbau mit "Viebroplan"

Ich war jetzt 2 Wochen nicht auf der Baustelle, da außer Estrich trocknen im Zeitplan nichts vorkommt und der Bauleiter gesagt hat, dass sich der Innenausbau mit Viebroplan wegen Materialknappheit um eine Woche verzögert.

"Viebroplan" sind ganz normale Gipskartonplatten von Siniat in verschiedenen Ausführungen, die auf das Mauerwerk aufgeklebt werden. Ich habe keine Ahnung, warum Viebrockhaus hierfür einen eigenen Namen und ein eigenes Gewerk vergibt, denn alle Platten sind ähnlich. Das Viebroplan-Gewerk wird außerdem von Viebrockhaus-Mitarbeitern gemacht, während der "normale Trockenbau" von einem Partnerunternehmen gemacht wird.

Die verschiedenen Platten sind den Gewerken wie folgt zugeordnet:

  • Siniat LaMassiv (grün, imprägniert) für Trockenbauwände in Bad und WC
    -> gehört zum Gewerk Trockenbau
  • Siniat LaGyp (grün, imprägniert) für andere Wände im Bad
    -> gehört zum Gewerk Viebroplan
  • Siniat LaPlura (blau) für Wände mit erhöhtem Schallschutzbedarf (muss man extra bemustern, bei uns für die Wände zwischen HTR/Arbeiten und Küche/Schlafzimmer), wurde bei uns wegen Lieferengpässen durch die gleichwertige "Rigips Die Blaue" ersetzt
    -> gehört zum Gewerk Viebroplan
  • Siniat LaDeko (weiss) für alle anderen Wände
    -> gehört zum Gewerk Viebroplan
Offenbar werden die Bedeutung der Farben  herstellerübergreifend verwendet...

Nach diesem kleinen Exkurs nun zum Fortschritt auf der Baustelle:
Als ich gestern auf der Baustelle ankam, war der Viebroplan-Ausbau in vollem Gange. Der Viebroplan-Bauleiter hatte im Vorfeld mit Kreide Anweisungen auf die Wände geschrieben (z.B. ob Fensterbänke oder nicht, wo die besonderen blauen Platten hin sollen).


Das Schlafzimmer war als "Anmischzimmer" eingerichtet, mit Plastikfolie auf dem Boden ausgelegt.


Im Wohnzimmer war das "Schneidezimmer".

An den Stoßkanten sind die Platten etwas dünner, um beim Verfugen noch eine Glasfaserbinde aufbringen zu können.

Und das nenne ich mal eine Wasserwaage (zu groß, um sie im Raum aufrecht hinzustellen):




Am Ende des zweiten Tages waren die weißen Platten bis auf die "Puzzlearbeit" rund um Fenster und Türen fertig montiert.






Und die Überreste...


Was sonst noch passiert ist:

Die Marmor-Fensterbänke wurden angeliefert (nur 3 Stück, da im Bad und Gäste-WC die Fensterbänke gefliest sind und wir ansonsten bodentiefe Fenster haben).

Die Heizung wurde am Dienstag in Betrieb genommen und das Estrich-Aufheizprogramm läuft nun seit 2 Tagen.

Und am Mittwoch letzter Woche wurde die PV-Anlage aufs Dach montiert.








2021-06-01

Estrich fertig

Der Estrich wurde tatsächlich mit einer Woche Verspätung am Samstag gelegt (oder gegossen?). Da ich nicht dabei war, kann ich zum Prozedere nicht viel sagen, sondern nur das Endergebnis begutachten.

Im Schlafzimmer schaut ein seltsamer Pin aus Kunststoff aus dem Estrich heraus...was das wohl ist?






Die Dehnungsfugen sind alle da, wo sie sein sollen, und der Boden sieht glatt und eben aus.

Viebrockhaus hat eine Spezialmischung für den Estrich, die wesentlich weniger Wasser benötigt und daher schneller trocknet als üblich (nur 2 Wochen statt sonst üblich 4-6 Wochen, und begehbar nach 24h). 

Sonstige Fortschritte:
Die aufgemeißelten Stellen der Außenwasserhähne wurden wieder zugespachtelt.


Die Badewanne passt nun offenbar in die Trockenbau-Nische, ist aber noch nicht angeschlossen, und es gibt relativ große Spalten zum Estrich hin, die noch geschlossen werden müssen.


Die Heizung wurde mit Wasser befüllt, ist aber noch nicht in Betrieb. Blöderweise wurde der Aufkleber zum Befüllen nicht ausgefüllt, so dass man nicht weiß, wie/ob entsalzt wurde.



Im HTR unter der Decke wurden ein paar Lüftungsrohre verlegt, aber das zentrale Lüftungsgerät ist noch nicht montiert.


Ein paar der gröbsten Unebenheiten an den Stoßkanten der Fertigteile für die Decke wurden verfugt und grob abgeschliffen, aber da ist noch eine Menge zu tun.



Und der Spitzboden, den ich eine ganze Weile nicht betreten konnte, ist auch fertig gedämmt und rund um die Luke wurde ein Geländer installiert.






2021-05-25

Vorbereitungen für Estrich

Am 21.5. geht es los mit der Estrichdämmung. Diese kommt über die Sanitärleitungen. Die Dämmung besteht aus weißen EPS-Dämmplatten in mehreren Schichten. Die unterste Schicht wird rund um die verlegten Rohre und Stromkabel verlegt, wobei die Rohre selbst ausgespart werden. 


Die Zwischenräume werden mit Ausgleichsschüttung aufgefüllt.


Darauf kommt eine weitere Schicht Dämmplatten, diesmal durchgehend und damit die Rohre überdeckend.


Darauf kommt eine Kunststofffolie


und darauf noch eine Dämmschicht, die sogenannte Tackerplatte, mit Trittschalldämmung.


Diese hat auf der Oberseite eine schwarze Beschichtung, in der die Tacker besser halten und die gleichzeitig regelmäßige Abstandsmarkierungen hat. Rundum an der Wand entlang wird auch noch ein Dämmstreifen verlegt.

Auf dieser mehrschichtigen Estrichdämmung werden nun die Heizschleifen der Fußbodenheizung verlegt. Ausgehend vom Heizkreisverteiler


in jeden Raum (außer den HTR) und innerhalb jedes Raums in Schleifen.


Die Röhrchen werden auf den Boden getackert.


In WC und Bad ist der Verlegeabstand 10 cm, in den übrigen Räumen 20 cm.


In der Küche sollten laut Plan unter den Schränken keine Heizschleifen verlegt werden, aber der Installateur hat mich gefragt, ob es ok ist, wenn er es trotzdem macht. Natürlich habe ich ja gesagt, denn ich hatte mir vorher schon überlegt, dass mehr Gründe dafür als dagegen sprechen:

  • wenn man später mal die Schränke umstellen will, hat man alle Freiheiten und keine kalten Stellen im Boden
  • es gibt keine Temperaturunterschiede innerhalb eines Raumes (und damit einhergehende Kondenswasserbildung)
  • das Estrichtrocknungsprogramm der Fußbodenheizung erreicht alle Bereiche gleichmäßig
Der Vollständigkeit halber noch die Gründe, die dagegen sprechen:
  • der Kühlschrank hat möglicherweise etwas mehr zu arbeiten, wenn er auf einem etwas wärmeren Boden steht
  • falls bei der Küchenmontage Schränke im Boden verankert werden müssen, besteht die Gefahr, dass die Heizschleifen angebohrt werden
Eigentlich sollte laut Terminplan am 21.5. der Estrich verlegt werden, aber der Bauleiter hatte schon gesagt, dass die Arbeiten nicht fertig werden und sich das Ganze 1 Woche verschiebt.

Als ich am 25.5. wiederkomme, sind die Vorbereitungen für den Estrich tatsächlich abgeschlossen.
In der Diele liegen die Heizschleifen ganz schön eng, aber schließlich miss man vom Heizkreisverteiler im HTR in jeden Raum.

Auch in allen anderen Räumen sind die Heizschleifen fertig und in der Küche wie abgesprochen auf der gesamten Fläche verlegt.

Da der Trockenbauer für die Badewanne sind genug Platz gelassen hat, sind die Badewanne und Dusche noch nicht fertig eingebaut. Damit der Estrich dort nicht unter die Wanne fließen kann,  sind  am Rand Kunststoffstreifen verlegt.


Der Estrich kann kommen...